StN: Kurz kümmert sich um Kickers-Jugend

Bruder von Manuel Salz im Probetraining – Marchese vor Rückkehr

Von Jürgen Frey

STUTTGART. Es ist ein offenes Geheimnis. Dirk Eichelbaum will nicht mehr. Der Präsident der Stuttgarter Kickers würde seinen Stuhl für einen geeigneten Nachfolger räumen. Das Problem: Die Blauen haben kein Geld und wenig Perspektive. Und welcher künftige Chef möchte schon den Kopf dafür hinhalten, was ihm andere davor eingebrockt haben? Immerhin konnten die Kickers im Präsidium nun den dringend erforderlichen Ansprechpartner für die Jugend finden: Edgar Kurz kümmert sich ab sofort um die Belange des Nachwuchses. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dabei das Finden eines Nachfolgers für Jugendchef Zoltan Sebescen. Sein zum 30. Juni auslaufender Vertrag wurde nicht verlängert.

Unterdessen bastelt Cheftrainer Dirk Schuster weiter an seiner Mannschaft. Heißer Kandidat fürs Mittelfeld ist Enzo Marchese vom SSV Ulm 1846. „Das Trainerteam will mich. Ich will zurück zu den Kickers. Was das Sportliche betrifft, sind wir uns einig“, sagt der 26-Jährige, der schon sechs Jahre für die Kickers spielte. Finanzielle Details sind noch zu klären. Ebenfalls ein Thema bei den Blauen ist Ferdi Er. Der 28-Jährige war zuletzt beim Oberligisten VfL Kirchheim am Ball. Ein anderer präsentierte sich gestern im Probetraining: Dominik Salz (21), der Bruder von Ex-Kickers-Keeper Manuel. Er stürmte zuletzt für den SV Neuhausen und den 1. FC Pforzheim.

Auf der Suche nach einem neuen Verein befindet sich Mustafa Parmak. Für ein Probetraining bei Drittligist Kickers Offenbach an diesem Wochenende brach der Mittelfeldspieler sogar seine Flitterwochen ab.

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Föll rettet die Blauen vor der Pleite

Sportpolitik Die neue Bürgschaft für die Kickers ruft Kritiker auf den Plan. Von Thomas Braun

Die Stuttgarter Kickers sind eigentlich nicht zu beneiden: Sportlich erfolgte nach Abschluss der vergangenen Saison der Abstieg in die Viertklassigkeit, und auch finanziell gleicht die Entwicklung des Vereins schon seit Jahren einem Ritt auf der Rasierklinge. Im Kampf ums wirtschaftliche Überleben konnten sich die Blauen dabei stets auf die Stadt und den Gemeinderat verlassen, die ihnen mit Bürgschaften unter die Arme gegriffen hat. Allein für die Aufrechterhaltung des Spielbetriebs in der Saison 2008/2009 hat die Landeshauptstadt einen Kredit der Kickers aus einem Fonds des Deutschen Fußballbundes (DFB) in Höhe von 200 000 Euro mittels einer entsprechenden Bürgschaft abgesichert.

Andere Stuttgarter Sportvereine könnten da freilich doch neidisch werden, zumal die Kickers zwischenzeitlich auf dem kleinen Dienstweg immer mal wieder mit Steuergeld bedacht wurden: So sponserte die Stadt den Umbau des VIP-Raumes in der Stadionhaupttribüne mit 100 000 Euro, eine neue Kücheneinrichtung für den ADM-Sportparkclubraum wurde mit 70 000 Euro bezuschusst. Dem CDU-Stadtrat und Kickers-Vorstandsmitglied Dieter Wahl wird nachgesagt, er bereite hinter den Kulissen nur zu gern den Boden für solche kleinen Aufmerksamkeiten.

Im Mai nun ist der Kickers-Präsident Dirk Eichelbaum nach Informationen der Stuttgarter Zeitung erneut im Rathaus wegen Geldsorgen vorstellig geworden. Man benötige dringend eine neue Bürgschaft über 77 000 Euro, um für die vierte Liga die Lizenz durch den DFB zu erhalten, trug der Clubpräsident dem Finanzbürgermeister Michael Föll vor. Weil die Summe unterhalb der Schwelle von 90 000 Euro liegt, ab der sich der Kämmerer die Rückendeckung des für Finanzen zuständigen Verwaltungsausschusses holen muss, gab Föll dem Vereinschef eine Zusage. Allerdings knüpfte er daran die Bedingung, dass die bis zum 30. Juni befristete Bürgschaft vom DFB nicht in Anspruch genommen wird, was der Verband bestätigte.

Föll sagt, er habe mit dieser Entscheidung Schlimmeres für die Stadtkasse abwenden wollen: „Hätten die Kickers die Lizenz für die kommende Spielzeit nicht bekommen, wäre der Verein insolvent gewesen.“ Damit wäre die städtische Bürgschaft über 200 000 Euro gegenüber dem Deutschen Fußballbund wohl fällig geworden. Darüber hinaus schulden die Kickers der Stadt noch mindestens 800 000 Euro aus dem Umbau des Gazi-Stadions 1997, die den Blauen allerdings schon seit dem Abstieg in die Regionalliga gestundet werden und erst bei einem Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga fällig würden. Hinzu kommen noch offene Gewerbesteuerforderungen gegenüber den Kickers in Höhe von 60 000 Euro. Föll: „Wir verhalten uns da wie andere Gläubiger auch – die Kuh, die die Milch geben soll, muss leben.“

Im Rathaus gibt es freilich auch Kritik am Vorgehen des Ressortchefs. Andere Vereine, die zwar nicht über die entsprechende Lobby verfügen, dafür aber erstklassigen Sport bieten, würden sich bei der Bitte um Bürgschaften Absagen einhandeln. So waren zuletzt im März die Bundesliga-Volleyballerinnen von Allianz Stuttgart bei Föll mit der Bitte um eine Bürgschaft in Höhe von 90 000 Euro abgeblitzt, die mögliche Ausfälle von Sponsoren abdecken sollte. Für den Bürgermeister ist der Fall der Volleyballdamen allerdings nicht vergleichbar mit dem Entgegenkommen gegenüber den Kickers. Es sei „grundsätzlich nicht das Ziel der Stadt, Bundesligaclubs finanziell unter die Arme zu greifen.“ Die Bürgschaft für Allianz Volley sei überdies, so Föll, nach den vom Verein vorgebrachten Unterlagen nicht möglich gewesen: „Die wollten expandieren und massiv in ihren Spielerinnenkader investieren.“

Stuttgarter Zeitung

StZ: Eichelbaum wankt

Bei dem Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers ist nach einer Präsidiumssitzung inzwischen klar geworden, dass Dirk Eichelbaum nicht an seinem Präsidentenstuhl klebt. Vor allem weil nach dem Abstieg in die vierte Liga Kritik an seiner Person geübt wurde. Dennoch sagt der Präsidiumskollege Dieter Wahl: „Ich sehe im Moment niemand, der es machen könnte – außer vielleicht Rainer Lorz.“

In der Tat gilt der Aufsichtsratsvorsitzende intern als Favorit. „In diese Diskussion möchte ich mich nicht einschalten“, sagt Lorz dazu nur, nachdem er zuletzt das Präsidentenamt stets noch kategorisch ausgeschlossen hat. Doch der Jurist weiß, dass ein Vakuum auf diesem Posten, vor allem wenn Eichelbaum vor der Hauptversammlung, die spätestens Ende November durchgeführt werden muss, gehen sollte, den Verein in große Schwierigkeiten bringt. ump

Stuttgarter Zeitung

Positive Presse zum gestrigen Trainingsstart

Schusters Vorbild sind Rehhagels Europameister

Trainingsstart bei den Stuttgarter Kickers: Der neue Coach setzt mit einem willensstarken Team auf den Überraschungseffekt

Von Jürgen Frey

STUTTGART. Moritz Steinle ging mit breiter Brust voran. Das Urgestein, seit der F-Jugend bei den Stuttgarter Kickers am Ball, betrat beim Trainingsauftakt als Erster das Spielfeld. Kurz danach kam der neue Trainer: Dirk Schuster winkte freundlich den rund 40 Kiebitzen zu, dann rief er ihnen lächelnd zu: „Hoffen wir auf eine gute Saison.“

Die ist bisher allerdings nicht abzusehen. 15 Mann waren beim Start gestern im ADM-Sportpark dabei. Sicher hinzu kommt Marcel Charrier (FC Nöttingen), der noch zwei Tage Sonderurlaub hat. Und der Trainer hat in seinen Planungen auch Bashiru Gambo auf seiner Rechnung. Am Freitag kehrt er aus Ghana zurück. Doch sein Anwalt Michael Hofstetter hat wiederholt erklärt, dass der Mittelfeldspieler die Blauen verlassen wird – trotz bestehenden Vertrags. Diese Personalie ist nicht das einzige Fragezeichen im Hinblick auf die neue Saison in der Fußball-Regionalliga (Beginn: 7./8./9. August). Doch Schuster behält zumindest nach außen die Ruhe: „Wir werden eine hungrige Truppe haben, die Vollgas gibt und sich zerreißen wird.“ Als Vorbild nennt er Griechenland, den Überraschungs-Europameister von 2004. „Auch in dieser Mannschaft hat jeder das gespielt, was er konnte.“ Was Schuster allerdings im Gegensatz zur Truppe von Otto Rehhagel fehlt, sind erfahrene Führungsspieler. Bis auf die Defensivstrategen Steinle und Marcel Rapp herrscht diesbezüglich Fehlanzeige. Dass sich die Konturen einer Stammelf deshalb noch nicht abzeichnen, macht dem Coach keine Sorgen: „Wir haben unheimlich viele Spieler, die flexibel einsetzbar sind. Alles Weitere wird sich in der Vorbereitung zeigen.“ Außerdem wird es bei den vier externen Neuzugängen nicht bleiben. Der Kader soll am Ende 18 bis 20 Mann umfassen.

Es gibt noch viel Arbeit – auch hinter den Kulissen. Gestern Abend tagten Präsidium und Aufsichtsrat getrennt voneinander (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet). Die Anzeichen verdichten sich immer mehr, dass der amtsmüde Präsident Dirk Eichelbaum das Kontrollgremium bereits gebeten hat, zu handeln und nach einem Nachfolger zu fahnden. Der neue Geschäftsführer Jens Zimmermann hält sich aus diesen heiklen Themen verständlicherweise raus. Er geht den Neuanfang positiv an. „Dass so viele Zuschauer da waren, zeigt doch, dass die Kickers zumindest eine kleine Bedeutung haben.“ In den nächsten Monaten geht es darum, nicht auch die noch zu verspielen.

Stuttgarter Nachrichten

Die Kickers haben noch Kredit

Trainingsauftakt Der künftige Fußball-Regionalligist startet mitvorläufig nur 15 Spielern in die Saison. Von Joachim Klumpp

Kredit haben die Kickers nicht viel eingebüßt, zumindest nicht bei ihren Fans – wenn man den Trainingsauftakt als Maßstab nimmt. Denn bei diesem tummelten sich gestern (auch noch im strömenden Regen) gut 40 Kiebitze im ADM-Sportpark und damit fast doppelt so viele wie im Vorjahr eine Klasse höher. Für den neuen Geschäftsführer Jens Zimmermann ist dies ein gutes Zeichen: „Wenn ich sehe, dass beim Bundesligaaufsteiger Freiburg nur rund hundert Besucher waren, dann zeigt das doch etwas die Bedeutung, die die Kickers immer noch haben.“

Die Fans hatten somit auch ein klares Übergewicht gegenüber den Spielern, deren Kader sich recht überschaubar gestaltete. 15 Mann versammelten sich zum Auftakt unter dem Cheftrainer Dirk Schuster und den Assistenten Alexander Malchow und Dennis Rudel (Torhüter), darunter die externen Neuzugänge Wagner (Aalen), Grujicic (Unterhaching) und Jokic (KSC II). Natürlich sollen bis zum Saisonauftakt noch einige dazukommen. „Wir planen schon mit 18 bis 20 Mann“, sagt der neue Cheftrainer, der aber zugibt, „dass der Etat ziemlich eingeschränkt ist“. Soll heißen: allzu große Namen darf man nicht mehr erwarten, auch wenn Zimmermann sagt: „Die Preise regulieren sich, je näher der Saisonbeginn rückt.“

Zunächst einmal fahren die Kickers in ein Kurztrainingslager (6. bis 9. Juli) auf den Schliffkopf. „Wir haben extra eine Woche früher angefangen, damit bei der neu zusammengestellten Mannschaft das Spielverständnis wächst“, sagt Schuster, der in den nächsten Tagen noch den einen oder anderen Gast im Probetraining erwartet.

Morgen soll auch der Neuzugang Marcel Charrier (Nöttingen) mit an Bord sein – und Bashiru Gambo aus dem Urlaub zurückkommen, der jedoch gerne wechseln würde. Doch Schuster sagt: „Er hat einen Vertrag – und bleibt.“ Mal abwarten, schließlich braucht der Verein noch Geld für die nächste Saison. Denn mit Kredit bei den Banken tun sich die Kickers derzeit schwerer als bei den Fans.

Stuttgarter Zeitung

Alles neu in Degerloch
Die Stuttgarter Kickers starten nach ihrem radikalen Umbruch in die Vorbereitung auf die Regionalliga-Saison

Stuttgart – Ein Dutzend neue Spieler, ein neuer Trainer und ein neuer Geschäftsführer: Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers ist gestern nach seinem personellen Umbruch in die Saison-Vorbereitung gestartet. Trotz Dauerregens bei 12 Grad wollten sich rund 40 Fans den Trainingsauftakt im ADM-Sportpark nicht entgehen lassen.

Von Beate Wockenfuß

„Hoffen wir auf eine gute Saison“, sagte Coach Dirk Schuster mit einem zuversichtlichen Lächeln, als er hinter seinem Team auf den Rasen marschierte. Als Erster war Kickers-Urgestein Moritz Steinle entschlossenen Schrittes aus der Kabine gekommen und wurde auf dem Weg durch die Fans ebenso wie Innenverteidiger Marcel Rapp freudig per Handschlag begrüßt. Die beiden Spieler sind die einzigen, die von der Mannschaft übrig geblieben sind, die im Mai aus der dritten Liga abgeschlagen abgestiegen war. Der Dritte im Bunde der alten Garde ist Bashiru Gambo, der allerdings erst am Freitag aus seinem Heimaturlaub in Ghana zurückkehrt und am Samstag zur Mannschaft stoßen soll. „Ich plane mit ihm. Er hat einen Vertrag“, entgegnet Schuster dem Gerücht über den Weggang des Mittelfeldspielers. Schließlich soll das erfahrene Trio Rapp/Steinle/Gambo die jungen Teamkollegen durch die Saison führen, die am zweiten August-Wochenende beginnt. Bei den 13 anderen Männern in den blauen Trainingsklamotten waren kaum bekannte Gesichter dabei. Marcel Ivanusa, Franco Petruso, Mijo Tunjic und Dirk Prediger kamen in der abgelaufenen Spielzeit hin und wieder zum Einsatz. Michele Rizzi, Demis Jung, Andre Olveira, Luis Rodriguez, Alessandro Abruscia und Gökhan Gümüssu wurden aus dem Oberliga-Team befördert. In Slaven Jokic (Karlsruher SC II), Christian Grujicic (SpVgg Unterhaching II), Daniel Wagner (VfR Aalen II) und Marcel Charrier (FC Nöttingen), der erst ab Freitag mittrainieren wird, stehen vier externe Zugänge im überschaubaren Kader, der sich auf 18 bis 20 Mann vergrößern soll. „Angesichts der finanziellen Situation ist es der beste Weg, auf den eigenen Nachwuchs und junge Spieler aus der Region zu setzen. Sie haben die Chance, von unten heraus etwas zu bewegen“, sagt Schuster, der bei der 90-minütigen Einheit „viel Feuer“ ausgemacht hat. In den nächsten Wochen steht zum Zusammenwachsen noch ein Trainingslager im Hotel Schliffkopf an sowie eine Reihe von Testspielen – unter anderem am 12. Juli (16 Uhr) in Esslingen gegen den SSV Reutlingen und am 21. Juli (18 Uhr) gegen den FC Bayern München.Das angestrebte Gerüst mit fünf erfahrenen Spielern hatte sich schnell zerschlagen. Am meisten schmerzt Schuster der Weggang von Marcus Mann. Der Innenverteidiger, dem eine Führungsrolle zugedacht war, wechselte zum West-Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Auch Alexander Rosen steht nicht mehr zur Verfügung. Der Ex-Kapitän hat ein Vertragsangebot der Kickers enttäuscht abgelehnt. Die Liste der Abgänge komplettieren Manuel Salz (SC Freiburg), Jens Härter (SSV Reutlingen), Ralf Kettemann (VfR Aalen), Josip Landeka (SV Wehen Wiesbaden), Thorsten Reiß (SV Elversberg), Torsten Traub, Benedikt Deigendesch, Mustafa Parmak, Sa­scha Traut, Marco Tucci und Orlando Smeekes (Ziele unbekannt).Zaungast beim Trainingsauftakt war auch der neue Geschäftsführer Jens Zimmermann. „Dass so viele Zuschauer da sind, spricht für die Beliebtheit der Kickers“, freute sich der 36-Jährige, der am 1. Juli offiziell die Nachfolge von Joachim Cast antritt. Der Noch-Manager wird sich mit dem Verein wohl auf einen Auflösungsvertrag einigen. „Ich will, was mir zusteht. Nicht mehr und nicht weniger“, erklärte Cast.

Eßlinger Zeitung

StN: Kickers-Präsident Eichelbaum amtsmüde

„Ich würde mich personellen Veränderungen an der Spitze nicht verwehren“, sagt der 44-Jährige

STUTTGART. Heute um 15 Uhr (ADM-Sportpark) ist beim künftigen Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers Trainingsauftakt. Am Abend stellen sich dann Cheftrainer Dirk Schuster und Geschäftsführer Jens Zimmermann dem Aufsichtsrat der Blauen vor. Doch wenn nicht alles täuscht, wird es bei der Sitzung neben der knappen Kasse hauptsächlich um den umstrittenen Präsidenten gehen: Dirk Eichelbaum – seit dem 6. März 2007 Kickers-Chef – ist amtsmüde. Und er sagt gegenüber unserer Zeitung ganz offen: „Ich würde mich personellen Veränderungen an der Spitze nicht verwehren.“ Schon seit geraumer Zeit deutete Eichelbaum immer wieder an: Wenn jemand Geeigneteres das Amt übernehmen wolle, würde er sich nicht dagegen wehren.

Spätestens seit dem sang- und klanglosen Abstieg aus der dritten Liga pfeifen dem 44-Jährigen die Kugeln der Kritiker um die Ohren. Das geht nicht spurlos an ihm vorüber. Es ist anzunehmen, dass das Kontrollgremium über die Rücktrittsgedanken des Rechtsanwalts nicht erst seit gestern Bescheid weiß und bereits nach Alternativen Ausschau hält. Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz, der sich gestern noch auf einer Dienstreise im Ausland befand, hielt sich bedeckt: „Bei der Sitzung wollen wir Dirk Schuster und Jens Zimmermann kennenlernen. Das Thema Präsident steht nicht auf der Tagesordnung.“ Auch sein Stellvertreter Christian Dinkelacker wollte sich zu der brisanten Personalie nicht äußern: „Ich habe Anfang Mai zum letzten Mal mit dem Präsidenten gesprochen, stehe aber in engem Kontakt zu meinen Aufsichtsratskollegen“, sagte er ausweichend – und fügte hinzu: „Die neue Struktur mit Jens Zimmermann als Geschäftsführer finde ich sehr gut.“ Einen eigenen Rücktritt schloss Dinkelacker aus: „Das ist kein Thema. Ich bin bis zur nächsten ordentlichen Hauptversammlung gewählt.“ Die soll im kommenden November über die Bühne gehen, könnte aber auch vorgezogen werden.

Bleibt die Frage, wer den amtsmüden Eichelbaum ablösen könnte? Fest steht: Die Bewerber werden nicht Schlange stehen. Doch ein Name fällt auf Degerlochs Höhen immer wieder: Jürgen Hollenbach. Die Bereitschaft des 42-jährigen Unternehmers, das Amt zu übernehmen, wurde offenbar bereits abgeklopft. Der Präsident der Handballer des HV Stuttgarter Kickers räumt ein: „Man macht sich zum Wohle des Vereins ernsthafte Gedanken.“

Stuttgarter Nachrichten

Dirk Eichelbaum denkt an Rücktritt

Kickers-Chef amtsmüde

Stuttgart – Am heutigen Dienstag um 15 Uhr (ADM-Sportpark) ist beim künftigen Fußball-Regionalligisten Stuttgarter Kickers Trainingsauftakt. Am Abend stellen sich Trainer Dirk Schuster und Geschäftsführer Jens Zimmermann dem Aufsichtsrat vor. Doch es wird bei der Sitzung auch um den umstrittenen Präsidenten gehen: Dirk Eichelbaum ist amtsmüde. „Ich würde mich personellen Veränderungen an der Spitze nicht verwehren“, sagte der 44-Jährige. Es ist anzunehmen, dass das Kontrollgremium über die Rücktrittsgedanken Bescheid weiß und bereits nach Alternativen Ausschau hält.Der Aufsichtsratsvorsitzende Rainer Lorz hielt sich gestern bedeckt: „Das Thema Präsident steht nicht auf der Tagesordnung.“

Stuttgarter Nachrichten

StZ: Mann geht nach Saarbrücken

Rückschlag für die Kickers

STUTTGART (ump). Mit konkreten Ergebnissen tut sich der Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers auch nach der Präsidiumssitzung am Montagabend noch schwer. Doch nach StZ-Informationen wird heute über die Besetzung des Geschäftsführerpostens entschieden – wie angekündigt zugunsten von Jens Zimmermann, dem ehemaligen Pressesprecher. „Wir werden mit dem geeigneten Kandidaten nochmals reden und dann einen Knopf an die Sache machen“, sagt der Präsident Dirk Eichelbaum, der es im Gegenzug aber bisher nicht geschafft hat, mit dem noch amtierenden Manager Joachim Cast über eine Vertragsauflösung zu sprechen. „Ich gehe aber davon aus, dass wir eine Lösung finden“, sagte Eichelbaum.

Eine Lösung im Sinne der Kickers wird es bei Marcus Mann dagegen nicht geben: Der erklärte Wunschspieler hat sich nach langen Überlegungen für einen anderen Regionalligisten entschieden – den 1. FC Saarbrücken. Eichelbaum, der bis zuletzt auf einen Verbleib gehofft hatte, sagt: „Es gibt eben auch in der Regionalliga zahlungskräftigere Vereine.“ Zum Beispiel Eintracht Frankfurt II, die Thomas Gentner haben wollen. Dessen Manager Jürgen Schwab sagt: „Wir haben mündlich zugesagt.“ Jens Härter zieht es zum Nachbarn SSV Reutlingen, Orlando Smeekes hat ein Angebot von Carl-Zeiss Jena, und auch bei Marco Tucci haben die Verantwortlichen keine allzu große Hoffnung, dass der Stürmer bleibt. Dafür wird in Daniel Wagner (22) vom VfR Aalen definitiv ein talentierter Schlussmann zu den Kickers wechseln. Wie sagt Eichelbaum im Hinblick auf den Trainingsauftakt in sechs Tagen: „Wir werden elf Spieler haben und auch einen Torwart.“

Stuttgarter Zeitung

Stuttgarter Kickers erhalten Zulassung zur Regionalliga Saison 2009/2010

Dem SV Stuttgarter Kickers wurde heute vom DFB-Spielausschuss die Zulassung zur Regionalliga Süd Saison 2009/2010 erteilt.

„Unser herzlicher Dank geht an die Institutionen, unseren Sponsoren und Partnern für ihre Unterstützung und Treue“, freut sich Präsident Dirk Eichelbaum über die erteilte Zulassung zur Regionalliga.

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